Traumnote 10.00 für Norina Imhoof

Geräteturnen

Über 400 Geräteturnerinnen und Geräteturner des Appenzellischen Turnverbandes und Gästeriegen trafen sich im Sportzentrum Herisau zur traditionellen Frühjahrsmeisterschaft. Zu Meisterehren kamen: Norina Imhoof, Getu Rehetobel und David Meier, TV Herisau.

Das Teilnehmerfeld war nicht nur gross, sondern auch die erbrachten Leistungen zeugten von einer guten Förderung im Geräteturnen. Neben neun Vereinen des Appenzellischen Turnverbandes (ATV) nahmen Gästeriegen aus dem St.Galler Turnverband an der Frühlingsmeisterschaft teil.

Die Wettkämpfe in den einzelnen Kategorien vom K1 bis K7/KD folgten Schlag auf Schlag. Die Einstufung in Kategorien erfolgt nicht nach dem Alter sondern nach dem Leistungsvermögen, so dass die ganze Palette im Geräteturnen zu sehen war. Der Wettkampf umfasste die Disziplinen Boden, Sprung, Schaukelring und Reck sowie Barren bei den Herren. Am Boden bekamen die Besucher eine Vielfalt von Sprüngen, Spagat und Rollen sowie tänzerische Elemente zusehen, während die Übungen an den Schaukelringen viel Kraft und Schwung erforderten und vielfach mit mutigen Abgängen abgeschlossen wurden. Einfache und teils recht schwierige Übungen waren am Barren zu sehen und bei der Paradedisziplin Reck und am Boden glänzten die Turnerinnen und Turner mit guter Haltung und Ausführung.

Gute Wettkampfatmosphäre
Der Ablauf des Wettkampfes wiederholt sich immer wieder: Gruppeneinteilung, Einmarsch mit Musik, Vorstellung der Turnerinnen und Turner, Einturnen und Wettkampfbeginn. Ohne die Leistungen zuschmälern, kam es vorab zu einem Zweikampf zwischen Getu Rehetobel und TG Appenzell-Gais um Gold, Silber und Bronze. Im K1 und K2 mit rund 180 Turnerinnen entwickelte sich ein Zweikampf zwischen den ATV-Turnerinnen und den Gästen. Im K1 und K2 war die Konkurrenz besonders stark, Chiara Potocnik, Getu Rehetobel vor Elenie Rempfler und Emilia Assalve, beide Appenzell-Gais und im K2 folgte die Reihenfolge umgekehrt: Sheila Streule, Appenzell-Gais vor Jasmin Jäckli und Nayra Zünd, beide Rehetobel. Im K3 konnte die Teufnerin Leonie Hocheutener ihren Sieg vom Geräteturntag mit Noten zwischen 9.30 und 9.65 wiederholen und gewann Gold vor Celine Jäckli und Hannah Wild, beide Rehetobel. Im K4 gab es den einzigen Gästesieg durch Shanna Fröhlich, Engelburg vor Jamina Kalivoda und Elina Wild, beide Rehetobel. Siegerin im K5 wurde Enola Ratiti mit einer ausgeglichen Leistung mit einem hauchdünnen Vorsprung (0,05 Punkten) vor Fabienne Thalmann, beide Rehetobel, die den Sieg am Reck (Sturz) vergab, gefolgt von Daria Nisple, Appenzell-Gais und Selina Schacht, Rehetobel. Der Zweikampf um die Medaillen zwischen Rehetobel und Appenzell-Gais setzte sich auch im K6 fort, wobei die Schweizermeisterin Lea Thürlemann vor Annie Mc Evoy und Amanda Knechtle, Appenzell-Gais klar für sich entschied, während im KD der Sieg an Cynthia Loser, Rehetobel ging.

Hochstehender Kampf am Boden
Im K7 und KD waren die Turnerinnen von Getu Rehetobel unter sich. Dabei kam es im K7 zu einem Dreikampf zwischen der nachmaligen Siegerin Norina Imhoof, Annika Frei und Dominique Tschirky. Die Schweizermeisterin Norina Imhoof holte sich an allen vier Geräten die Bestnote und entschied den Wettkampf zu ihren Gunsten. Vor allem am Boden brillierten alle drei Turnerinnen, wobei Norina Imhoof mit einer hervorragenden Übung und sauber geturnten Salti und Spagat sowie tänzerischem Können mit der Traumnote 10.00 und Noten zwischen 9.20 und 10.00 als klare Siegerin hervorging.

Die Dominanz bei den Turnern setzte Getu Rehetobel und Appenzell-Gais fort. Während die Innerrhoder im K1 mit Ralph Lehmann, im K3 mit Nicolas Büchel und im K6 mit Fabian Gantenbein die Sieger stellte, gewann Rehetobel im K2 durch Tristan D’Agati, im K4 durch Raul, Sieber und im K5 durch Maurice Rüthemann Gold. Tageshöchstnote mit 46.55 stellte Fabian Gantenbein, Appenzell-Gais auf, der mit einer hervorragenden Bodenübung die hohe Note von 9.90 erhielt. Im K7 kam es erneut zu einem Zweikampf um den Sieg zwischen David Meier und Dominik Schluep, TV Herisau, den Meier für sich entschied und einzig am Boden von seinem Vereinskameraden Schluep (9.85) geschlagen geben musste und somit Frühlingsmeister wurde.

 

Text & Bild: Werner Grüninger