Ein halbes Jahrhundert Muki-Turnen

MUKI

Im Rahmen des Jubiläums „50 Jahre Muki-Turnen in der Schweiz“ hielt Sylvia Joost, Ressort Muki-Turnen im ATV, Rückblick auf die Gründung im Jahre 1969 im Schweizerischen Frauenturnverband resp. STV und auf die Entwicklung im Appenzellischen Turnverband.

Das Muki-Turnen auf Stufe STV startete mit einem Muki-Ferienkurs 1969 unter der Leitung der heute 89-jährigen Lilo Kennel in Ennetbürgen. 1972 wurde vom Schweizerischen Frauenturnverband (SFTV) schweizweit der erste Muki-Leiterinnenkurs durchgeführt. Das Muki-Turnen hat gesamtschweizerisch an Bedeutung gewonnen und feiert 2019 seinen 50. Geburtstag und will bei dieser Gelegenheit einer breiten Öffentlichkeit sein Turnen zeigen; ein Grund zum Feiern und Präsentieren. Keine andere Sportart fördert und fordert die Kinder zwischen drei bis fünf Jahren so konsequent wie der Turnsport und ist in den Turnverbänden stark verankert. Gemeinsam mit einem Elternteil können die Kinder die Freude an der Bewegung erleben. Die Kinder können mit Hilfe der Eltern Bewegungsfreude erfahren und fördern so auf spielerische Weise ihre Ausdauer, Kraft, Geschicklichkeit und Gewandtheit. Dabei wird die Bewegungs-Schulung auf der Basis der Grundtätigkeiten aufgebaut und Übungen oder Spiele eingebaut. Vor allem wird darauf geachtet, die Kinder polysportiv zu fördern, um sie die Kameradschaft und die Integration erleben zu lassen. Durch vielseitige und abwechslungsreiche Erlebnislektionen die Freude an der Bewegung bei Kindern und Erwachsenen wecken, fördern und erhalten. Das ist das oberste Ziel des Muki-Turnens.

Muki-Turnen im Appenzellerland

Sylvia Joost, Ressort Muki-Turnen, Blickte in einer kurzen Zusammenfassung auf die Gründung im Muki-Turnen gesamtschweizerisch, aber auch im Appenzellischen Turnverband zurück. Zur Geschichte des Muki-Turnens im Appenzellerland ist nicht viel vorhanden. Das Muki-Turnen im Appenzellerland blickt auf eine lange, im Appenzellischen Turnverband ATV stark verwurzelte Tradition in der Turnbewegung zurück. Heidi Rentsch aus Heiden gründete 1969 das erste Muki im Appenzellerland. Die Fortbildungskurse im Frühling fanden jeweils mit den Kindern statt. Nach einer Stunde waren die Kinder müde und auch die Konzentration der Mütter liess nach. Der Herbstkurs fand jeweils in einem Restaurant statt, wo Gedanken ausgetauscht und die Geselligkeit nicht zu kurz kamen, ab 1990 fanden die Kurse jeweils in der Turnhalle, aber ohne Kinder statt. Im Jahre 2018 besuchten über 500 Kinder zusammen mit erwachsenen Begleitpersonen das Muki. Durch vielseitige, abwechslungsreiche Erlebnislektionen wird die Freude an der Bewegung bei Kindern und Erwachsenen geweckt und gefördert. Kleine Kinder und Erwachsene spielen, probieren, entdecken, erfinden, erfahren, erleben und bewegen sich freudvoll miteinander. Mütter wie Väter sind angesprochen sich aktiv, gemeinsam mit dem Kind, zu bewegen. Vorschulpflichtige Kinder turnen mit ihrer Mutter oder dem Vater in einer gemeinsamen Turnstunde, bei der in erster Linie darauf geachtet wird, dass sie Kinder und Erwachsene gleichermassen Freude bereitet und beide Teile zu gemeinsamen Tun auffordert. In freudvollen und fröhlichen Turnstunden können die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben. Auf spielerische Art wird die Geschicklichkeit und die Koordination der Bewegung geschult. Abschliessend dankte sie allen Leiterinnen für ihren Einsatz und wünschte ihnen weiterhin viel Freude und Erfolg im Muki. Dem Dank schloss sich Verbandspräsident Bruno Eisenhut an und informierte kurz über die Geschäfte im ATV.

Gemütliche Jubiläumsfeier

Im Rahmen des Jubiläums schnupperten die Leiterinnen Bachstubenluft in der Bäckerei-Konditorei Oertle in Hundwil. Dabei bot sich Gelegenheit selber Hand anzulegen, um einen Biber herzustellen. Während die Spezialität im Ofen gebacken wurde, genossen die Teilnehmer einen Apéro, um nachher ins Restaurant Waldegg zu dislozieren, wo sie kulinarisch verwöhnt wurden. Bei gemütlichem Beisammensein und Gedankenaustausch wird das Muki-Turnen weiter gefördert, um das Ziel ist wie bei allen gut geführte Bewegungsstunden Gesundheit und Freude sowie Leistungsfähigkeit und soziales Wohlbefinden, wie Sylvia Joost zu verstehen gab.

 

Text & Bilder: Werner Grüninger

 

 

50-Jahre-Jubiläum-Muki

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