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Die Zeitungs-Reportagen werden in Zusammenarbeit mit dem Appenzeller Medienhaus, Herisau in der Appenzeller Zeitung publiziert. Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Turner-Olympiade in Dornbirn zu Ende (Tagblatt vom 16.07.07 )
Finalissima in Vorarlberg (Tagblatt vom 14.07.07 )
Appenzeller Eindrücke vom Multikulti Event (Tagblatt vom 13.07.07 )
Halbzeit am Weltturnfest (Tagblatt vom 12.07.07 )
Faszination Länderabende - Schweizer Abend begeisterte (Tagblatt vom 11.07.07 )
Erste Vorführung des Appenzellerblocks geglückt (Tagblatt vom 10.07.07 )
Weltturnfest mit imposantem Auftakt (Tagblatt vom 09.07.07 )
Servus Dornbirn (Tagblatt vom 07.07.07 )
Turnerisches Feuerwerk (Tagblatt vom 15.06.07 )
Hauptprobe geglückt (Tagblatt vom 08.06.07 )
Turnerische Höchstleistungen (Tagblatt vom 15.05.07 )
60 Tage bis zum grossen Tag (Tagblatt vom 05.05.07 )
Turner-Olympiade in Dornbirn zu Ende
Turnen: Mit einer grossen Schlusszeremonie wurde die 13. World Gymnaestrada in Vorarlberg beendet
Eine Woche lang konnten attraktive, faszinierende, spektakuläre und einfallsreiche Vorführung aus dem ganzen Spektrum des Turnsports genossen werden. Der völkerverbindende Gedanke war einmal mehr der grosse Gewinner.
DANIEL MEULI
Nach anfänglichem Wetterpech zu Beginn der Woche zeigte sich die Sonne gegen Schluss der Veranstaltung versönlich und verwöhnte die Turnerschaft doch noch mit herrlichem Sommerwetter. Zum Abschluss am Freitag wurde traditionsgemäss die Gala-Show des Internationalen Gymnastik Verbandes drei Mal vor vollem Haus dargeboten. Es war nochmals eine zweistündige grossartige Reise um die Welt mit Darbietungen aus allen Kontinenten. Ein Querschnitt durch den Turnsport auf der ganzen Welt, wie er nicht schöner zelebriert werden könnte.
Grossanlass im Rückblick
Eine Woche lang war man zu Gast bei Freunden! Was diese auf die Beine gestellt haben, ist für eine doch eher kleine Stadt und Region eine bemerkenswerte Leistung. Praktisch alles hat perfekt geklappt und vorallem die Begeisterungsfähigkeit der einheimischen Bevölkerung für diesen Anlass war sehr beeindruckend. 57 Nationen, 22000 Teilnehmer, 1800 Vorführungen, 600 Stunden Turnen, 20000 Mahlzeiten täglich, 4 Tonnen Äpfel täglich, 5000 freiwillige Helfer, das sind die eindrücklichsten Zahlen zu diesem Grossanlass. Der ganze Anlass ging friedlich und ohne jegliche Zwischenfälle über die Bühne, was bei dieser Grösse nicht selbstverständlich ist in der heutigen Zeit.
Eindrückliche Schlussfeier
Gestern Samstag war dann der Tag des Abschied nehmen. Eine grosse Schlusszeremonie mit einer Abschluss-Party waren angesagt. Die nochmals perfekt organisierte Schlussfeier im restlos gefüllten Stadion Birkenwiese in Dornbirn wurde zum grossen Schaulaufen der Organisatoren und des ganzen Bundeslandes Vorarlberg. Nochmals wurden auf dem Stadionrasen Turnleckerbissen am Laufenden Band dargeboten. Alle fünf Kontinente zeigten noch einmal mit tausenden von Turnern ein schönes Showprogramm. Zum Schluss durfte dann die Schweizer Delegation als Austragungsnation 2011 den Gymnaestrada Fahnen in Empfang nehmen. Sie bedankte sich für dieses Vertrauen mit einer schön choreografierten Vorführung mit insgesamt 1100 Aktiven und tausenden von farbigen Ballonen, welche in den Blauen Himmel entlassen wurden. Lausanne wird der nächste Austragungsort der Gymnaestrada in vier Jahren sein. Hoffen wir, dass es auch dann gelingt eine ganze Region für diesen Grossanlass begeistern zu können. Eine Begeisterung und Herzlichkeit, welche wir in Vorarlberg überall spühren durften.
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Finalissima in Vorarlberg
Turnen: Stehende Ovationen für die letzte Vorführung des Appenzellerblocks
Die laufende Gymnaestrada in Dornbirn geht mit der heute Samstag stattfindenden Schlussfeier zu Ende. Am Freitag war der letzte Auftritt der Appenzeller vor einer grossartigen Kulisse.
DANIEL MEULI
Heute Freitag hat die letzte der drei Vorführungen des Appenzellerblocks hier in Dornbirn stattgefunden. Nochmals konnten die Gymnastiker, die Tänzer der Gruppe Move und die fliegenden Ringturner ihre Bestleistung abrufen und die restlos überfüllte Halle zum erzittern bringen. Die Turner und Turnerinnen dürfen mit Recht behaupten, dass sich die ganze Gruppe noch einmal einen Zack steigern konnte und das Abenteuer Gymnaestrada aus turnerischer Sicht mit einem tollen und grossartigen Erfolg abschliessen konnte. Es waren, wie während der ganzen Woche, auffällig viele Besucher aus dem Appenzellerland und der ganzen Ostschweiz in Dornbirn anzutreffen. Täglich wurden die Publikumsmassen grösser und euphorischer und die Hallen füllten sich fast bis zum Bersten. Die weltumspannende Lebensfreude schwabbte regelrecht auf die Appenzeller Turner über und die Begeisterung über ihre tollen Leistungen war beinahe grenzenlos. Den grossen Applaus in Form von Stehenden Ovationen nahmen sie nur allzu gerne entgegen und mit grossem Stolz und einer inneren Befriedigung können sie zurückblicken auf die gezeigten Leistungen.
Do you change? Dies ist wohl die meistgehörte Frage der letzten Tage.
Möchtest du tauschen? So oder anders hört man in der zweiten Hälfte dieser Woche die Turner untereinander verhandeln. Alles was irgendwie mit der Gymnaestrada zu tun hat und irgend ein offizielles Logo oder eine Länderkennung aufweist, ist ein begehrtes Tauschobjekt unter allen Teilnehmern. Getauscht werden Pin’s, Baseball-Kappen, Leibchen, Turnhosen bis hin zu ganzen Trainern und Rucksäcken. Einige haben in der ganzen Woche regelrecht Jagd auf einzelne Stücke gemacht, auf Teile oder eine ganze Kollektion von Italien, Brasilien, Schweden, Japan, Süd Afrika usw. Da die meisten Kleidungen und Tenues praktisch bis zum Schluss gebraucht werden, musste jeweils mit einem Tauschwilligen, welcher die selbe Grösse trägt ein Übergabeort verabredet werden. Bei einer solchen Übergabe sind schon viele bleibende Kontakte in alle Welt geknüpft worden und es sind vorallem diese speziellen Anektoten, welche von einem solchen Anlass in Erinnerung bleiben. So kann es geschehen, dass in den nächsten Wochen einige bekannte Gesichter mit fremdländischen Trainingsanzügen in heimischen Turnhallen anzutreffen sind.
In unserer heutigen Berichterstattung möchten wir für einmal eine kleine Auswahl von Impressionen aus Dornbirn zeigen. Bilder sagen mehr als tausend Worte.
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Person
René Thomann, 46, Niederuzwil, Technischer Hauptleiter Appenzellerblock
Kurz nach der letzten abschliessenden Performance gab uns René Thomann, noch sichtlich von seinen Emotionen gezeichnet und mit grosser Genugtuung im Gesicht, ein kurzes Interview. Über den Appenzellerblock und seine persönlichen Eindrücke sagte er: „Meine Motivation und Herausforderung war es, mit einer grossen Turngruppe die Ideen des Leiterteams verwirklichen und umsetzen zu können. Durch die verschiedenen turnerischen Fähigkeiten und Möglichkeiten jedes Einzelnen, mussten in einer so grossen Gruppe gewisse Kompromisse eingegangen werden.“ René Thomann bezeichnet denn auch die grösste Herausforderung in diesem Projekt in der Zusammenstellung der 4 Elemente zu einer grossen einheitlichen Choreografie. Und er sagt: „Unbestritten ist, dass der Schweizer Turnverband hier in Dornbirn und generell weltweit führend ist im Turnsport. Ich glaube es ist uns gelungen, den Appenzeller Turnverband unter so hochklassigen Gruppen gut zu positionieren und positiv hervorzuheben. Dies bestätigen mir die vielen positiven Rückmeldungen zu unseren Auftritten. Persönlich konnte ich eine hohe Sozialkompetenz in der Gruppe erfahren, was das Zusammenarbeiten mit so vielen unterschiedlichen Teilnehmern zu einer angenehmen Erfahrung werden liess.“ Angesprochen auf den schönsten und vielleicht emotionalsten Moment dieser Woche gab er uns gegenüber zu Papier „Jedesmal wenn ich nach einer tollen Vorführung das Funkeln in den Augen der Teilnehmer sah, jedesmal wenn ich den wahren Spirit der Gymnaestrada in ihren Gesichtsausrücken erkennen konnte, dann war das für mich das schönste Geschenk, welches mir als Leiter gemacht werden konnte!“ Und wer in dem Moment das Funkeln in den Augen von René Thomann gesehen hat, weiss wie gross diese Begeisterung und das innere Feuer auch von seiner Seite für diese Turner-Olympiade Gymnaestrada ist.
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Appenzeller Eindrücke vom Multikulti Event
Turnen: Ein Versuch die Stimmung am Weltturnfest einzufangen und wiederzugeben.
Die Turner und Turnerinnen versuchen etwas von dem einmaligen Ambiente in Dornbirn in Worte zu fassen. Für die meisten Erlebnisse gibt es kaum Worte oder Formulierung und doch versuchen wir die Stimmung im Appenzeller Lager etwas einzufangen.
DANIEL MEULI
Bevor der Appenzellerblock am Freitag um 13:00 Uhr ein allerletztes mal in der Halle 1 nochmals vor überfüllten Tribünen turnen wird, durften wir mit einigen Aktiven ein kurzes Interview führen. Wir haben die eine oder andere Frage gestellt zur Motivation und den Gründen, warum soviel Zeit und auch beträchtliche finanzielle Mittel investiert werden, um an einer Gymnaestrada teilnehmen zu können.
Frage 1: Was bewegt dich an einer Gymnaestrada teilzunehmen?
Die Freude in einer Gruppe Turnen zu erleben ist gross und mir ist es wichtig gemeinsam das gesteckte Ziel erreichen zu können. Nebst sportlicher Ertüchtigung lerne ich auch noch andere Leute und Kulturen kennen und schätzen, und der grenzenlosen Kontakt unter den Nationen ist eine sehr wertvolle Erfahrung. Walter Zeller, Waldstatt
Ich empfinde auch meine sechste Gymnaestrada als aktive Turnerin als die grösste Herausforderung für uns Breitensportler. Nach jedem grossen Applaus wird es mir warm ums Herz und ich kriege regelrecht Hühnerhaut. Die Vielfältigkeit des Gezeigten nutze ich immer auch als Fundus für meine Leitertätigkeit im Verein. Elsbeth Zigerlig, Herisau
Nachdem mich Kollegen auf die letzte Gymnaestrada in Lissabon überredet hatten, hab ich mich mit dem Gymnaestradavirus angesteckt und ich möchte keine noch so intensive Trainingsstunde missen, für welche wir hier unseren Lohn in Form von grossem Applaus abholen können. Dass zwei meiner Töchter bei Getu Hinterland mitturnen, freut mich als Papi ganz besonders. Werner Goeldi, Waldstatt
Eigentlich hab ich die Gymnaestrada als Höhepunkt meiner Turnkarriere gesehen. Leider kann ich wegen eines Skiunfalls nur als Supporter dabei sein. Dafür bin ich jetzt neben dem Turnparkett zuständig für viel gute Stimmung im Appenzellerblock. Trotz allem geniess ich die Tage sehr und es ist so oder so ein riesiges Erlebnis. Bruno Meier, Wald
Über das Interesse am Tanz bin ich in die Gruppe Move und an die Gymnaestrada gelangt. Anfänglich war es mehr Spass, bis ich dann nach und nach die Ernsthaftigkeit dieser Teilnahme realisiert habe. Teil einer solch grossen Gruppe zu sein, bedeutet auch einiges an Disziplin aufbringen zu müssen, was ich aber bis heute keinesfalls bereut habe. Kathrin Romer, Gais
Die Freude an der Bewegung, die Lust die eigene Körperhaltung zu verbessern, im Team gemeinsam etwas tolles präsentieren zu können und zusammen etwas „Loschtiges“ erleben, war mein persönlicher innerer Antrieb hier mitzumachen. Rebekka Hugentobler, Gais
Die Turner-Olympiade einmal selbst miterleben zu können und dort den Lohn für die vielen Trainings abholen zu können, war der Grund für meine Teilnahme. Was ich bis heute gesehen und erlebt habe, übertrifft all meine Erwartungen an diesen Grossanlass. Markus Bischofberger, Schönengrund
Frage 2: Was ist dein schönstes Erlebnis an dieser Gymnaestrada?
Ich nutze die grossartigen Vorführungen als einzige grosse Ideenbörse. Tenues, Choreografie und kreative Ideen findet man in allen Vorführungen und mein Turner-Rucksack füllt sich für meine weitere Leitertätigkeit. Nadya Frischknecht, St.Gallen
Ebenso wichtig wie das Turnen in der Gruppe, das Erreichen eines gemeinsamen Zieles und das Miteinander und Füreinander, ist für mich der Kontakt zu anderen Kulturen und Ländern. Das friedliche Nebeneinander aller Nationen beeindruckt mich gerade in der heutigen Zeit umso mehr. Monika Ramsauer, Herisau
Für mich ist das Endergebnis des Appenzellerblocks ein einziger Aufsteller. Wie diese vier so unterschiedlichen Gruppen in der Darstellung der Elemente zu einem grossen Ganzen zusammengewachsen sind, ist für mich sehr beeindruckend und ich ziehe vor jedem einzelnen den Hut und danke allen Verantwortlichen die uns das ermöglicht haben! Sandra Oberholzer, Oberbühren
Als ganz besonderes Gefühl erlebe ich die grosse Aufregung vor und die emotionale Erlösung nach einem gelungenen Auftritt von unserem Appenzellerblock. Ich geniesse es auch, mich inspirieren zu lassen von der Vielfalt von anderen Aufführungen und Präsentationen. Susi Britt, Degersheim
Mich fasziniert immer wieder die Begeisterung am Turnen, die Freude an der Musik und an der Bewegung, sowie die erstaunlichen Leistungen, welche Breitensportler hier erbringen. Rosi Sprecher, Eggersriet
Das Non plus Ultra war für mich das Erlebnis des Einmarsches ins volle Stadion während der Eröffnungsfeier. Ich spührte so etwas wie nationalen Stolz und es gab mir den richtigen emotionalen Kick zu Beginn dieser Woche. Das völkerverbindende Zusammengehörigkeitsgefühl dieser Veranstaltung überrascht und freut mich am meisten, Brigitte Dörig, Herisau
Etwas Grösseres als einen tosenden Applaus oder gar Stehende Ovationen für eine lange eingeübte und einstudierte Turnvorführung gibt es wohl nicht für uns Turner. Es läuft uns immer kalt den Rücken hinunter und es sind immer wieder sehr bewegenden Momente. Gerade diese gemeinsamen Erfolge und Emotionen prägen und kitten unser Team nun schon seit vielen Jahren. Anni Bänziger und Edi Gantenbein, Urnaesch
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Person
Peter Künzle, 48, Herisau, Gruppe Appenzellerblock
Er ist turnerisch gesehen eher ein Spätzünder mit dem Direkteinstieg in die Männerriege Herisau vor bald 20 Jahren. Bei seiner zweiten Gymnaestrada geniesst er die Kameradschaft und die Freude zusammen etwas bewegen zu können. Als OK Präsident vom Kantonal Turnfest 2008 in Herisau ist Peter Künzle bei diesem Grossanlass in Dornbirn auch immer mit offenen Augen unterwegs. Das eine oder andere Detail kann er sicher mit nach Hause nehmen und dort in die Organisation des nächsten grossen Turnsportanlasses im Appenzellerland mit einfliessen lassen. „Wir sehen hier eine fast perfekte Organisation und eine logistische Meisterleistung“, gesteht er neidlos zu. Damit in Herisau auch ein so tolles Fest steigen kann, ist es wichtig den Spirit und die Begeisterung dieser Gymnaestrada mit in sein Dorf zurück zu bringen um dort den endgültigen Funken zu zünden. „Viel Vorarbeit haben wir dafür schon geleistet und jetzt kommen wir in die entscheidende Phase, in der wir alle mit Begeisterung am Endziel, dem Kantonalen Turnfest 2008, arbeiten müssen“ gibt der Chemiker zu Protokoll. Freuen wir uns heute schon auf ein weiteres Turnhighlight des Appenzeller Kantonal Turnverbandes ATV im 2008.
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Halbzeit am Weltturnfest
Turnen: Einen Tag nach dem grossen Finale des Schweizer Abends lassen wir einige Teilnehmer nochmals zu Wort kommen.
Es war am Dienstag ein Abend der Superlativen für unsere Getu Hinterland mit Turnern aus Waldstatt, Gais, Appenzel, Herisau und Teufen, Ein Erlebnis das bei den Kleinen wie grossen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben wird.
DANIEL MEULI
Geschrieben und berichtet haben wir schon einiges vom Schweizer Abend. Heute lassen wir die Teilnehmer zu Wort kommen und wir versuchen ihre Emotionen, Stimmungen und Erlebnisse einzufangen. Wir fragten die jungen und jüngsten Teilnehmer von Getu Hinterland, was für sie das „coolste“ ist hier an der Gymnaestrada in Dornbirn?
Nadine Oertli, 19, Waldstatt
Es ist einfach lässig so viele Leute von so vielen verschiedenen Nationen zu treffen und kennenzulernen. Man spührt überall, dass alles Turner sind, egal woher sie kommen!
Ursina Harzenetter, 19, Waldstatt
Für mich ist das Grösste, diese Vielfalt an Kulturen erleben zu können und die gute Atmosphäre zu fühlen und auch ein Stück selber mitprägen zu dürfen. Trotz der Nähe zu unserem Zuhause, fühlen wir uns doch fast wie auf einem anderen Planeten.
Senja Mischler, 9, Waldstatt
„ I find eifach s’Turne cool“. Die Eröffnungsfeier war spannend und „es hett mer uu guet gfalle hender em Schwizer Fahne i da gross Stadion z’laufe“
Celine Oertle, 9, Waldstatt
Am meisten Spass hatte ich bei unserem Gymnaestrada Schiff am Schweizer Abend zuoberst im Ausguck-Korb stehen zu dürfen, „dött hesch nähmlich die bescht Uussicht!“. Das Turnen mit über 60 Kindern war mega cool.
Chantale Breitenmoser, 6, Appenzell
Ganz toll finde ich, dass ich als Kleinste in der Schlusspyramide zuoberst mit den Fähnli stehen durfte. Aber am schönsten ist es, freihändig beim Papi auf den Schultern stehen zu können. „I moss amel mini Födlibagge fescht zemmechlemme und mi ganz fescht aspanne, dass i nöd abe gheie“.
Nathalie Traber, 12, Waldstatt
Am coolsten bis jetzt war die grosse Eröffnungsfeier am Samstag mit dem Einmarsch in das riesige Stadion. Drum freue ich mich auch auf die Schlussfeier vom Samstag. „Ganz verrockt schöö isch gester dä Schluss noch em letschte Uuftritt gsii. Mer hend tanzet, gumpet und klatschet zeme mit dene viele tuusig Zueschauer“.
Cédrine Göldi, 9, Waldstatt
Das Tollste war das Turnen. Ich war eine Gallionsfigur vorne am Schiff und musste auch „Räuplen“ und „Gumpen“. Am meisten Spass macht aber das Tauschen meiner Schweizer Sachen mit anderen Sachen von anderen Ländern. „I ha scho mis Buuchtäschli gege ä Täsche vo Portugal tüschlet und jetz wott i no mis T-Shirt gege äs anders tüschle“.
Tag der Grossraumvorführungen
Der Dienstag war auch der erste Tag eines weiteren wichtigen Bestandteils einer Gymnaestrada. Die effektvollen Grossraumvorführungen an welchen über 1200 Schweizer teilnehmen ist immer wieder ein Zuschauermagnet. Sie wurden bei garstigem Regenwetter nicht in Dornbirn sondern im Stadion in Lustenau dargeboten. Ziel einer jeden Grossraumvorführung ist es, mit möglichst vielen Turnerinnen und Turnern eine gemeinsame Übung einzustudieren. Die grosse Masse und die vielen abgestimmten Farben ergeben immer wieder einmalige Bilder mit sehenswerten Effekten. Auch aus dem Appenzellerland trotzten einige Mitturner dem nasskalten Wetter und nahmen an einer solchen Vorführung teil. Die sechs Aktiven sind Teil einer Gesamtschweizerischen Männer- und Frauenturngruppe mit total 500 Teilnehmern. Die Trainings wurden jeweils regional abgehalten und daneben gab es noch weitere Trainigszusammenzüge an denen die einzelnen Gruppen zu einem Ganzen zusammengefügt wurden. Diese Vorführung kann nochmals am Donnerstag und im Rahmen der grossen Schlusszeremonie am Samstag bestaunt und beklatscht werden.
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Person
Marco Steffen, 20, Wald, Anstösser Schaukelringe
Eigentlich müsste er jetzt in der Rekrutenschule seine ersten militärischen Pflichten absolvieren, doch das Verteidigungsdepartement hat ihn, kaum eingerückt, schon für diesen Grossanlass beurlaubt. Im TV Wald ist er ein sicherer Garant für gute Leichtathletik Resultate. Die Qualitäten von Marco Steffen bei Kraft und Schnelligkeit kennt man natürlich auch bei der Schaukelring Riege. Er ist deshalb in der Funktion des Anstössers mit nach Dornbirn gereist. Anstösser sind die wichtigsten Personen in einer Ringvorführung. Sie bestimmen die Genauigkeit und Synchronität unter den einzelnen Ringturnern und sie müssen, genau wie die Turner in der Luft selber, den Ablauf exakt auswendig kennen. Dazu müssen sie bei Bedarf auch die Höhen der Ringe auf die einzelnen Grössen der Turner einstellen. Marco Steffen meint denn auch, es sei wie bei den Bobfahrern, „wenn du ein lahme Ente als Anschieber hinten drin hast, kannst du nie ein Rennen gewinnen“. Er unterstreicht damit die Wichtigkeit seines Jobs, mit dem er nie im Rampenlicht stehen wird. Das ist ihm auch überhaupt nicht wichtig. Für ihn zählt einzig, dass er als Leichtathlet die Möglichkeit hat bei einem solchen Multikulturellen Anlass mit sovielen Nationen dabei sein zu können! Nebenbei erwähnt er auch noch, dass ein „Anstösser“ im anderen Sinn schliesslich auch beim gemütlichen Teil nach den Auftritten gefragt ist. „Aastosse mit Gläser cha jede ond dött cha denn au jede mitmache“ lacht und erhebt sein Glas auf eine gelungene Schaukelring Vorführung!
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Faszination Länderabende - Schweizer Abend begeisterte
Turnen: Zweimalige Aufführung des Schweizer Abends und gleichzeitiger Abschluss für Getu Hinterland .
Der Schweizer Abend an einer Gymnaerstrada gehört mitunter zu den Höhepunkten und ist das Mass aller Dinge. Die beiden Vorführungen fanden zweimal vor restlos ausverkauften Rängen statt. Für die Getu Hinterland waren das die beiden letzten Vorführungen.
DANIEL MEULI
Zu jeder Austragung einer Gymnaestrada gehören die spezifischen Länderabende. Viele der hier anwesenden 57 Länder präsentieren in einer 2 stündigen Turnshow ihre kulturelle Eigenheiten und turnerischen Spezialitäten. Gewisse Länderabende haben sich in den letzten Jahren als Geheimtipp etabliert und es ist unter Turnern Tradition, dass man sich diese vielfältigen Vorführungen anschaut und dem jeweiligen Land seine Referenz erweist. Oftmals enden diese Vorführungen in einer einzigen Kulturen übergreifenden Party mit viel Freude, Emotionen und Hühnerhaut.
Schweizer Abend – das Mass aller Dinge
"Muhamabe" ist die Turnshow, mit welcher der Schweizer Turnverband am Weltturnfest in Dornbirn unser Land, die turnerische Vielfalt, die Freude an der Bewegung und die grenzenlosen Fantasien präsentiert hat. Mit einem eigens komponierten "Muhamabe"-Song zündeten Music-Star-Finalistin Sandra Wild und Beni Berwerger ein fast zweistündiges Feuerwerk von Turnen, Show und choreografischen Highlights. Turnerische Grundelemente fehlen ebenso wenig, wie traditionelle Elemente mit Ländlermusik und fliegenden Röcken. Musik, Handlung, Material und Bewegung - die vier choreografischen Bestandteile - geben der Vorführungen mit den ersten zwei Anfangsbuchstaben den Namen "Muhamabe".
Zwei grandiose Auftritte
Die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des gestrigen Abends, die Getu Appenzeller Hinterland, steuerten das Piratenschiff Helvetia auf Schatzsuche über die Weltmeere. Gleich zu Beginn der zweistündigen Show eroberten sie mit Salti, Überschlägen und Flicflacs ihr Turnland. Ihre brilliante Schlusspyramide riss die Zuschauer bereits am Anfang vor Begeisterung von den Sitzen. Höhepunkt auf Höhepunkt folgten mit waghalsigen Demonstrationen an Schaukelringen, mit durch die Luft wirbelndem Elvis samt Gitarre oder coolen Jungs am Barren. Die futuristisch anmutenden orangen Traumtänzer bringen die Zuschauer ebenso zum Staunen, wie die Silberpfeile vom Mini-Tramp, die sich in atemberaubende Höhen katapultieren lassen. Ob Rhönrad, überdimensionierte Kartonschachteln oder als Federboa umfunktionierte Springseile: Alles findet Verwendung und wird gekonnt und mit viel Freude als Turngerät eingesetzt.
Bewegender Abschluss eines grossen Projektes
Der verantwortliche Leiter der Getu Hinterland Stefan Roth zieht denn am Schluss des Abends auch ein sehr positives Fazit und meint mit Tränen in den Augen, „es ist ein sehr bewegender Augenblick für mich und ich bin mit Recht sehr stolz auf meine Turner und Turnerinnen und ich bin meinen Leiter Kollegen sehr dankbar für ihre grosse Unterstützung“. Teil einer grossen Show mit insgesamt 760 Mitwirkenden zu sein, sei ein riesiges unvergessliches Erlebnis für alle gewesen. Zum Schluss der Vorführung durften alle 65 Aktiven aus der Getu Hinterland nochmals zur Schlussnummer zu der extra komponierte Musik einlaufen. Ein finales turnerisches Spagat-, Überschlags- und Salto-Feuerwerk riss das Publikum förmlich von ihren Sitzen und eine minutenlange Stehende Ovation entschädigte für alle Strapazen und die vielen Traningsstunden in den letzten zwei Jahren! Man lag sich in den Armen und liess sich noch lange nach Abschluss der Vorführung von Turnern aus aller Welt feiern.
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Person
Kurt Schläpfer, 70, Herisau, Turner Grossraumvorführung
Er bezeichnet sich selbst als Urgestein des Turnsports, erst im Alter von zehn durfte er in die Jugi und seit da sei er von diesem Turnvirus befallen. Angefangen habe er damals beim TV Wolfhalden und seit einer halben Ewigkeit turne er beim TV Herisau. Seit nunmehr 28 Jahren ist er auch als Leiter tätig in seinem Verein. Der neunfache Grossvater hält sich nebst dem Turnen mit seinem Hund, auf seinem Velo und auf den Langlauf Skiern fit. Kurt Schläpfer ist einer jener sechs Appenzeller, welche mit 500 anderen Frauen und Männern Grossraumgymnastik turnen. Wenn man den Pensionär nach seiner Motivation frägt, bereits zum sechsten Mal an einer solchen internationalen Grossveranstaltung mitzumachen, dann kommt er richtig gehend ins Schwärmen. Man spührt, dass er mit Herz dabei ist wenn er sagt, „die einmalige Ambiance, das friedliche Miteinander, die Völkerverbindungen, das wettkampffreie und stressfreie Turnen und vorallem einfach die Freude an der Bewegung sei Motivation genug für ihn“. Die Gymnaestrada Stimmung ist für ihn ein einziger Aufsteller und er kostet diese von der ersten bis zur letzten Minute voll aus. „Ond zom Schluss mönder no öppis wösse, Turne isch gsond und haltet jung ond fit“ sagt er und stürzt sich wieder in die wogenden Massen dem nächsten Turnleckerbissen entgegen.
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Erste Vorführung des Appenzellerblocks geglückt
Turnen: Appenzeller zeigen unter dem Motto „Four elements – one spirit“ eine choreografisch sehenswerte Turn-Show
Die Gymnaestradagruppe des Appenzeller Turnverbandes hat ihre erste Feuerprobe vor einem grossartigen Publikum bestanden und bereits bei der ersten Performance den Lohn in Form von tosendem Applaus abgeholt.
DANIEL MEULI
Die Turnerund Turnerinnen und Leiter waren heiss auf diesen Moment. Endlich war der Zeitpunkt gekommen, wo die seit über eineinhalb Jahren einstudierte Vorführung einem grossen und kompetenten Publikum vorgeführt werden konnte. Viele Schweisstropfen waren nötig, viele Muskelkater mussten durchleidet werden und viel Durchhalte- und Einsatzwille war von jedem Einzelnen gefordert. Nur dank einem einzigartigen Team-Spirit der in dieser Gruppe herrscht, konnte das Fernziel Dornbirn erreicht werden. Über das Erreichte und Gezeigte können alle mit Recht stolz sein!
„Four elements – one spirit“
Als Teil einer 3500-köpfigen Schweizer Delegation bildet die Kantonale Gymnastikgruppe des Appenzeller Turnverbandes zusammen mit der Schaukelring-Turngruppe Ostschweiz und der Tanzgruppe Move diesen in der Form erstmalig entstandenen Appenzellerblock. Die von den drei Gruppen präsentierte Vorführung mit dem vielversprechenden Titel "four elements - one spirit" konnte die grossen Erwartungen erfüllen. Auf eindrucksvolle Art zeigten die 87 Teilnehmenden die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft – jedes in seiner Eigenart, sowie deren Verbindung und das Zusammenspiel innerhalb des Kreislaufes. Besonders die Weltneuheit des mobilen Schaukelring-Gerüstes, an dem gleichzeitig zwölf Turner durch die Luft wirbeln können, fand unter Experten und Zuschauern grosse Beachtung. Die grosse Innovation dieser einmaligen Konstruktion ist die, das sie innert weniger Minuten ohne Boden-Verankerungen an jedem Standort auf- und abgebaut werden kann. Die Vorstellung glänzt vorallem auch wegen ihrem sehr gelungenen choreographischen Zusammenspiel von Musik, Tanz und Akrobatik.
Eineinhalb Jahre geübt
Mit den insgesamt drei Auftritten in Dornbirn findet für die 87 Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 55 Jahren eine intensive Zeit ihren Abschluss, die vor bald zwei Jahren mit den ersten Trainings in der Dreifachturnhalle der Kantonsschule in Trogen begonnen hatte. Für das Leiterteam mit René Thomann, Manuela Gübeli, Stefan Frei und Mathias Sprecher hat das «Abenteuer Gymnaestrada 2007» bereits Wochen früher begonnen. «Wir hatten anfänglich Probleme genügend Leiter und auch Mitturner zu finden», blickt der technische Hauptleiter René Thomann aus Niederuzwil auf einen eher beschwerlichen Anfang des Projektes zurück. «Auch die Choreografie mit so vielen Leuten und so unterschiedlichen Erwartungen war für mich eine echte Herausforderung» meinte der dreifache Gymnaestrada Teilnehmer. Alle 14 Tage traf man sich in der Trogner Kanti-Turnhalle zum intensiven Gymnastik-Tranining, wobei die Gruppe Move und die Schaukelringgruppe separat trainierte. Zusätzlich kamen noch diverse Trainings-Wochenenden und Block-Zusammenzüge dazu.
Das Erlebnis Gymnaestrada
Die Teilnahme an der alle vier Jahre stattfindenden Gymnaestrada ist für alle ein Erlebnis. «Die Gymnaestrada ist eine grosse einzigartige Breitensport-Veranstaltung ohne jeden Wettkampf-Charakter, ohne jegliche Punkte und Medaillenverteilung, einfach ein grosses Schaufenster des Turnsports», unterstreicht René Thomann, «und das mache den grossen Reiz dieser Veranstaltung aus». Auch in Dornbirn werde sich wieder Gelegenheit bieten zu erleben, wie vielseitig, attraktiv und völkerverbindend Turnen sein kann. Wie vielfältig auch im Appenzeller Turnverband ATV geturnt wird, wird im Vorarlberg durch die 150 Appenzeller der Getu Hinterland und des Appenzeller Blocks einmal mehr eindrücklich demonstriert.
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Person
Manuela Gübeli, 29, Wil, Leiterin Gymnastik-Gruppe ATV
Die Leiterin beim STV Oberbühren erlebt ihre erste Gymnaestrada und ist enorm gespannt, wie so ein weltumspannendes Turnfest ablaufen wird. Die Betriebsökonomin, die zu jedem Training 2 Stunden Weg auf sich nahm, sagt, «Ich kann unsere Meisterwerk noch überhaupt nicht einschätzen und ich bin deshalb selbst sehr gespannt, wie wir ankommen in der grossen Turnerwelt». Enorm angetan ist sie vom Einsatzwille und der Motivation aller Mitturner und Mitturnerinnen in der ganzen Gruppe.
Mathias Sprecher, 26, Wald, Leiter Schaukelring-Gruppe Ostschweiz
Der angehende Umweltingenieur ist seit 16 Jahren Geräteturner beim TV Wald und dort als Hauptleiter für die Schaukelringsektion zuständig. 2004 absolvierte er einen Choreographie-Lehrgang und kann das Erlernte nun praktisch umsetzen. Wie er sagt, war die grösste Herausforderung die Konzeption und der Bau der Schaukelringgerüste mit 12 gleichzeitig beturnbaren Schaukelringen, welches ohne jede Bodenverankerung steht und von Hand verschoben werden kann. Der Traum vom Fliegen an 12 synchronen Schaukelringen gleichzeitig, war Motivation genug für dieses einmalige Projekt. Nicht umsonst nennt man die Ringturner und Turnerinnen «Könige der Lüfte».
Stefan Frei, 25, Herisau, Leiter Tanz-Gruppe Move
Move ist mit neun Aktiven die kleinste Gruppe im Appenzellerblock. Mit der Darstellung des Elements Wasser haben sie aber massgeblichen Anteil an der ganzen Performance. Tänzerisch stellen sie die Lebendigkeit des Wasser dar, und genau die Spontanität und Freiheit kommt Stefan Frei manchmal in einer so grossen Vorführung etwas zu kurz. Er absolviert zur Zeit ein Studium in Bewegungspädagogik und er sagt, «meine positivste Erfahrung in der Gruppe war die, dass sich meine Gruppe in den einzelnen Persönlichkeiten und in der Bewegungsqualität sehr positiv entwickelt haben.» Als grösste Herausforderung nennt er die ganze Choreografie einer so grossen Gruppe und das Zusammenspiel der einzelnen Teile.
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Weltturnfest mit imposantem Auftakt
Turnen: Auftakt zur 13. Gymnaestrada im Vorarlbergischen Dornbirn ist mit einem grossen Eröffnungsspektakel gelungen.
Viele tausend Teilnehmer und Zuschauer waren Zeugen einer gelungenen und emotionalen Eröffnungsfeier mit schönen Zeremonien im Stadion Birkenwiese in Dornbirn.
DANIEL MEULI
Anreisetag und Unterkunftsbezug
Für einmal war die Anreise der Appenzeller zu einer Gymnaestrada kurz, schnell und ohne logistische Probleme möglich. Die meisten Teilnehmer wurden in Schulhäusern im ganzen Vorarlberg untergebracht. Praktisch das ganze Bundesland ist in den Anlass eingebunden, der sonst in Städten, wie Berlin, Amsterdam oder Lissabon stattfindet. Deshalb hat man sich bei der Unterbringung der 57 Länder etwas spezielles einfallen lassen. Aus den Rheintaler Gemeinden östlich des Rheins wurden Nationendörfer, in welchen der direkte Kontakt der Bevölkerung mit den Turnern aus aller Welt stattfinden soll. Die Appenzeller Turner logieren in Heerbrugg und Dornbirn. Die Platzverhältnisse sind wie gewohnt knapp und eher spartanisch. Der persönliche individuelle Platz beschränkt sich deshalb auf die Grösse seiner Luftmatraze, welche jedem als Nachtlager zu Verfügung gestellt wurde. Viel Toleranz, gegenseitige Rücksichtnahme und ein guter Gruppenzusammenhalt tragen viel zu einem problemlosen Zusammenleben während diesen Tagen bei. Nach gut einem Tag hat jeder seinen Platz gefunden, jede Luftmatraze ihre Feuerprobe bestanden. Man hat sich häuslich eingerichtet, Wäscheleinen sind quer durch die Zimmer gespannt und der knappe Platz untereinander aufgeteilt worden. Man kann sagen, wir haben uns schon gut arrangiert und eingelebt. Dank der Nähe zum Veranstaltungsort fühlt man sich fast wie Zuhause, aber schon nach kurzer Zeit doch in einer anderen Welt, in der Welt des internationalen Turnens unter Gleichgesinnten.
Eröffnungsfeier wie aus dem Bilderbuch
Pünktlich zur Eröffnung kam auch die Sonne zurück. Bei den Appenzellern kann man bereits eine gewisse Anspannung und Nervosität vor den ersten Auftritten erahnen. Eine gesunde Portion davon kann nur von Vorteil sein für tolle perfekte Vorführungen. Am frühen Sonntag Abend war dann der grosse Moment der offiziellen Eröffnungsfeiern im Stadion Birkenwiese. Wer schon einmal an einer Gymnaestrada dabei war, weiss was für ein Gefühl das ist hinter der eigenen Landesfahne in ein volles Stadion einmarschieren zu dürfen und die Gänsehaut am ganzen Körper zu spühren. Eine Eröffnungsfeier mit Zeremonien und Einmarsch doppelt so gross wie an Olympischen Spielen ist jedesmal wieder ein Höhepunkt der ganzen Woche und eine logistische Meisterleistung sondergleichen. 22000 Turngäste und gegen 40000 Zuschauer erfreuten sich an den Vorführungen des Gastgeberlandes. Mit einem turnerischen Feuerwerk vorgeführt von 2000 Aktiven aus dem Bodenseeraum zum Thema der vier Elemente Erde – Wasser – Feuer – Luft wurde die 13. World Gymnaestrada offiziell eröffnet.
600 Stunden Showprogramm
Von heute Montag bis am Freitag werden in acht Hallen beim Dornbirner Messezentrum und im Stadion in Lustenau über 1800 einzelne Turnvorführungen präsentiert. Eine Vielfalt von Neuem und Bewährtem wird zu sehen sein. Gymnastik, Akrobatik, Geräteturnen, Kunstturnen, Rhönrad, Showtanz, Aerobic und sicher auch viele neue Ideen werden einem staunenden faszinierten Publikum präsentiert. Dass es sich bei diesem Event um einen internationalen Grossanlass handelt, zeigt auch das vom Veranstalter genannte Budget von 20 Millionen Franken. Insgesamt werden über 5000 ehrenamtliche Helfer für das wohl der Gäste sorgen. Wir Appenzeller Turner und Turnerinnen freuen uns auf spannende Tage mit viel grossartigem Turnsport der Spitzenklasse und mit viel wertvollem kulturellem Austausch über alle Grenzen hinweg.
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Person
Doris Weber, 48, Administrative Leiterin Appenzellerblock, Speicher
Sie zeigt sich für den gesamten administrativen Teil des Teams Appenzellerblock verantwortlich. Der ganze schriftliche Verkehr zwischen dem Veranstalter oder den Verantwortlichen aus dem Eidgenössischem Turnverband laufen über sie. Die Familienfrau, Mutter und Kinesiologin hält in der Gruppe Appenzellerblock souverän alle Fäden in der Hand. Kein Detail entgeht ihr und sie meistert alle organisatorischen Hürden mit der nötigen Ruhe und Überlegtheit. Turnen ist ihr Leben! Sie hat und hatte schon unzählige Führungspositionen im Kantonalen Turnverband, wie auch auf Eidgenössischer Ebene inne und es erstaunt deshalb nicht, dass sie ihren Mann Stephan auch an einem Turnfest kennengelernt hatte. Im Moment ist sie Leiterin der LA Speicher und des Frauenturnvereins Speicher und Verbandscoach und Ausbildungschefin beim ATV.
Bereits zum sechsten Mal nimmt sie aktiv an einer Gymnaestrada teil, immer auch als Administrativ Verantwortliche des Appenzeller Gymnaestrada Teams. Auch nach gesamthaft 24 Jahren Gymnaestrada Erfahrung, brennt in ihr das Feuer noch wie ganz zu Beginn, oder wie sie selber sagt, sie habe einfach den Gymnaestrada-Virus in ihr und den werde sie einfach nicht los. Angesprochen auf ihre Motivation, sich immer wieder diesen Training-Strapazen zu unterziehen, meint Doris Weber, «in unsere Appenzeller Gruppe herrscht ein besonderer Spirit und es ist immer wieder ein bewegendes Erlebnis gemeinsam ein Ziel erreichen zu können». Als schwierigste Hürde in dem ganzen Projekt bezeichnet sie die Suche nach einem geeigneten Leiterteam. Als positivsten Punkt hebt sie das Miterleben der Projektentwicklung mit einem jungen Leiterteam bis zur heutigen fertigen Performance hervor und erwähnt auch die wertvolle Unterstützung aus dem Appenzellischen Turnverband. Auf die Frage, ob sie in 4 Jahren wieder dabei sein wird, gibt es für Doris Weber klar nur eine Antwort. «Wenns mi bruucht, denn bini natürlech wieder däbii!»
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Servus Dornbirn
Turnen: Auftakt zur Gymnaestrada im Vorarlbergischen Dornbirn, dem turnerischen Höhepunkt von 150 Teilnehmern aus dem Appenzellerland.
Attraktive, faszinierende, spektakuläre und einfallsreiche Vorführung aus dem ganzen Spektrum des Turnsports können vom 8. – 14. Juli in Dornbirn genossen werden. Breitenturnsport in unterschiedlichsten Ausprägungen auf Höchstniveau wird während einer Woche geboten.
DANIEL MEULI
Alle vier Jahre findet eine weltumspannende Gymnaestrada statt. Das Weltturnfest gastiert nach Austragungsorten wie, Rotterdam, Zagreb, Stuttgart, Wien, Basel, Berlin, Zürich, Herning, Amsterdam, Berlin, Göteborg, Lissabon, sozusagen vor unserer Haustüre in Dornbirn. Die nächste World-Gymnaestrada wird in vier Jahre in der Schweiz in Lausanne abgehalten. Über 22 000 Aktive aus 57 Ländern aller fünf Kontinente – wovon die Schweiz mit 3700 Turnenden die grösste Delegation stellt – werden an der 13. Weltgymnaestrada unter dem Motto «come together, be one» zusammenkommen. Übersetzt heisst das, Zusammenkommen und eine Woche lang eine Verbundenheit in einer Turnerwelt zu leben, die ihresgleichen sucht. Die Idee, sich aus allen möglichen Kulturen freundschaftlich zu begegnen und friedlich ein Sportfest zusammen zu feiern, das ist die Faszination der Gymnaestrada! Bei allen turnerischen Vorführungen wird weder um Noten noch Ranglisten oder Medaillen gekämpft, einzig die Freude am Turnsport und am Präsentieren des Einstudierten steht im Vordergrund.
Appenzeller so stark vertreten wie noch nie
Am Weltturnfest nehmen mehr Aktive teil als an Olympischen Spielen. Sympatisch dabei ist, dass es keine Spitzensportler sind die teilnehmen, sondern Turner vom Kindes Alter bis hin zu rüstigen Senioren. Deshalb wird auch oft von der Olympiade der Turner gesprochen. Diese einmalige Atmosphäre, diesen Gymnaestrada Geist werden auch 150 Turner und Turnerinnen aus dem Appenzeller Turnverband ATV erleben dürfen. Erstmals nimmt eine Appenzeller Gruppe am Schweizer Abend teil, einem der Höhepunkte der nächsten Woche. Getu Hinterland konnte die Anforderungen erfüllen und wurde in einem harten Selektionsverfahren unter vielen Mitbewerbern für diese ehrenvolle Kür ausgewählt.
Schon mehrere Male war die Appenzeller Gymnaestrada Gruppe an einer Gymnaestrada mit dabei. Erstmals ist es aber gelungen, einen reinen Appenzeller Block mit drei verschiedenen Gruppen aus unserem Verband zu bilden. Die Verantwortlichen sind darauf ganz besonders stolz, dass verschiedene Erwartungshaltungen und Werte unter einen Hut gebracht werden konnten. Die Gymnastik Gruppe Move, die ATV Gymnaestrada Gruppe und die Schaukelringgruppe Ostschweiz mit vielen Turnern aus dem TV Wald wurden zu einem grossen Block choreografisch zusammengefügt. Entstanden ist eine sehenswerte Performance, die auf keinen Fall verpasst werden darf.
Eröffnungsfeier am Sonntag
An einer «Olympiade» darf keinesfalls eine grosse Eröffnungsfeier mit entsprechenden Zeremonien fehlen. So wird auch die 13. Gymnaestrada am Sonntag feierlich mit einem Einmarsch der Nationen eröffnet. Vorarlberg wird sich und das Land mit Vorführungen von total 2000 Aktiven von der besten Seite präsentieren. Eine 2 stündige Eröffnungs-Show, wie sie nur an den grössten internationalen Anlässen zu sehen ist, soll das Turn-Feuer so richtig entzünden. Die Gäste aus aller Welt werden sicher vor vollen Rängen im Stadion Birkenwiese herzlich willkommen geheissen. Ein Erlebnis welches jedem einmarschierenden Teilnehmer immer wieder Hühnerhaut bescheren wird.
Über 1000 Vorführungen
Von Montag, 9. Juli, bis Freitag, 13. Juli, werden dem Publikum auf dem Messegelände in verschiedenen Hallen über 1000 turnerische Vorführungen geboten. Von Tanz über Akrobatik, mit und ohne Handgeräte, oder klassischem Geräteturnen werden viele Leckerbissen zu sehen sein. Nationale Länderabende, da vorallem der Schweizer Abend, und die FIG-Gala werden sicher die Höhepunkte der Weltgymnaestrada 2007 sein. Die Nähe zu Dornbirn bietet sicher eine gute Gelegenheit, die eine oder andere Gymnaestrada-Vorführung vor Ort zu besuchen und sich mit diesem einmaligen Virus anstecken zu lassen.
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Person
Das Appenzeller Tagblatt wird während einer Woche direkt aus Dornbirn berichten. Tagesaktuell werden wir Informationen und Hintergrundberichte aus dem Appenzeller Lager publizieren. Für die Berichterstattung zeigt sich folgendes Presseteam aus dem Appenzeller Turnverband verantwortlich.
Stephan Weber, 46, Speicher
Seine Leidenschaft ist die Leichtathletik, er ist Trainer eines Sportvereins und besitzt mehrjährige Erfahrung als Eidgenössischer Wettkampfrichter und als Schiedsrichter. Seit 25 Jahren ist er als Leichtathletik-Trainer tätig, momentan trainiert er den Nachwuchs des LA Speicher zwei Mal pro Woche. Selber war er auch Leichtathlet, aber wie er sagt ohne erwähnenswerte Erfolge. Seine Teilnahmen an den Gymnaestradas von Göteborg, Lissabon zeigen auch seine Verbundenheit mit dem Gymnastikturnen. Bei so viel Sport- und Wettkampfbegeisterung verwundert es kaum, dass sich der 46-Jährige Telematiker, obwohl nicht mehr als aktiver Turner in Dornbirn beteiligt, für die Sache des Turnsportes einsetzt. Er wird für uns im Vorarlberg die besten Momente und Eindrücke von sieben Tagen Gymnaestrada mit seiner Kamera einfangen.
Daniel Meuli, 42, Abtwil
Er ist mit dem Turnen aufgewachsen. Als 7-jähriger Knirps trat er dem TV Waldstatt bei und durchlief in seiner 25-jährigen Turnerlaufbahn alle Riegen. Wie er selber meint, wurde aus ihm nie ein Spitzenturner, die Verbundenheit zum Turnsport ist aber bis heute geblieben, obwohl das Curlingspiel inzwischen seine grosse Passion geworden ist. Insgesamt war er an den letzten vier Gymnaestradas in Amsterdam, Berlin, Göteborg und Lissabon aktiv beteiligt. Erstmals wird der Informatiker in Dornbirn nur als Zuschauer dabei sein. Er wird für uns im Vorarlberg vor Ort täglich spannende und informative Berichte verfassen und über das Geschehen rund um die beiden Appenzeller Gruppen mit den 150 Turnerinnen und Turnern berichten.
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Turnerisches Feuerwerk
Gymnaestrada-Schweizer-Abend am ETF gezeigt
Turnen. Die Geräteturnriege Hinterland, als eine der 20 Gruppen des Schweizer Abends an der Gymnaestrada in Dornbirn, hat die Feuertaufe bestanden: Im Rahmen des Eidgenössischen Turnfestes 2007 wurde der ganze Schweizer Abend in der Eishalle Frauenfeld präsentiert.
DANIEL MEULI
"Muhamabe" ist die Turnshow, mit welcher der Schweizer Turnverband am bevorstehenden Weltturnfest in Dornbirn unser Land, die turnerische Vielfalt, die Freude an der Bewegung und die grenzenlosen Fantasien präsentieren wird. Mit einem eigens komponierten "Muhamabe"-Song zünden Music-Star-Finalistin Sandra Wild und Beni Berwerger ein fast zweistündiges Feuerwerk von Turnen, Show und choreografischen Highlights. Turnerische Grundelemente fehlen ebenso wenig wie traditionelle Elemente mit Ländlermusik und fliegenden Röcken. Musik, Handlung, Material und Bewegung - die vier choreografischen Bestandteile - geben der Vorführungen mit den ersten zwei Anfangsbuchstaben den Namen "Muhamabe".
65 Aktive aus dem Hinterland
Die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Abends, die Getu Appenzeller Hinterland, steuern das Piratenschiff Helvetia auf Schatzsuche über die Weltmeere. Mit Salti, Überschlägen und Flicflacs erobern sie ihr Turnland zu Beginn der zweistündigen Show. Höhepunkt auf Höhepunkt folgen mit waghalsigen Demonstrationen an Schaukelringen, mit durch die Luft wirbelndem Elvis samt Gitarre oder coolen Jungs am Barren. Die futuristisch anmutenden orangen Traumtänzer bringen die Zuschauer ebenso zum Staunen, wie die Silberpfeile vom Mini-Tramp, die sich in atemberaubende Höhen katapultieren lassen. Ob Rhönrad, überdimensionierte Kartonschachteln oder als Federboa umfunktionierte Springseile: Alles findet Verwendung und wird gekonnt und mit viel Freude als Turngerät eingesetzt.
Geglückte Premiere
Der verantwortliche Leiter der GETU Hinterland Stefan Roth konnte ein sehr positives Fazit aus der ersten Vorstellung ziehen. Teil einer grossen Show mit insgesamt 760 Mitwirkenden zu sein, ist ein riesiges Erlebnis für alle MitturnerInnen. Besonders eindrücklich war die erst in Frauenfeld eingeübte Schlussnummer zu der extra komponierte Musik geschrieben wurde. Ein finales turnerisches Spagat-, Überschlags- und Salto-Feuerwerk riss das Publikum förmlich von ihren Sitzen und eine minutenlange Standing Ovation entschädigte für alle Strapazen des Tages und für die vielen Traningsstunden in den letzten zwei Jahren!






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Hauptprobe geglückt
Das Appenzeller Team hat sich während 18 Monaten intensiv auf die Gymnaestrada vorbereitet
Turnen. Den rund 130 Turnerinnen und Turnern aus dem Appenzellerland ist die Hauptprobe für die Gymnaestrada im freiburgischen Bulle geglückt. Das Weltturnfest findet vom 8. bis 14. Juli in Dornbirn statt.
DANIEL MEULI
21 000 Turner aus 57 Nationen aus allen Kontinenten werden vom 8. bis 14. Juli in Dornbirn an der Gymnaestrada ein Fest der Bewegung und der Begegnung zelebrieren. Ohne Bewertungen und Ranglisten werden die Turner aus aller Welt, darunter auch über 130 Turner und Turnerinnen aus dem Appenzeller Turnverband, während einer Woche gemeinsam Ideen austauschen und Bewegung und Lebensfreude über Grenzen hinweg erleben.
Zweistündige Turn-Show
Etwa 700 Turnerinnen und Turner zeigten am vorletzten Samstagabend im freiburgischen Bulle, was die Spitze des Breitenturnsports in der Schweiz zu leisten vermag. In einer eindrücklichen, rund zweistündigen Show führten verschiedene Vereins- und Verbandsgruppen aus der ganzen Schweiz die Vielfalt des Turnsports vor. Von Männerturnen, Tanz und Gymnastik über Trampolin, Kunstturnen und Bodenakrobatik bis zu Breakdance und Hip Hop wurde die ganze Breite des Bewegungsspektrums vorgeführt. Diese Auftrittsgelegenheit vor grossem Publikum war für die meisten Gruppen die Premiere und Hauptprobe zugleich.
"four elements - one spirit"
Als Teil einer 3500-köpfigen Schweizer Delegation nimmt die Kantonale Gymnastikgruppe des Appenzeller Turnverbandes zusammen mit der Schaukelring-Turngruppe Ostschweiz und der Tanzgruppe Move an der 13. Gymnaestrada teil. Dieser aus diesen drei Gruppen entstandene erstmalige Appenzellerblock mit dem vielversprechenden Titel "four elements - one spirit" konnte die grossen Erwartungen erfüllen. Besonders die Weltneuheit des mobilen Schaukelring-Gerüstes, an dem gleichzeitig zwölf Turner durch die Luft wirbeln können, fand grosse Beachtung. Es kann nämlich innert wenigen Minuten ohne Verankerungen auf- und abgebaut werden. Für die Ostschweizer Delegation war es ein grosser Tag. Die Rückreise von Bulle verzögerte sich durch eine verunfallte Turnerin, welche sich in ärztliche Behandlung begeben musste. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass die Verletzungen nicht gravierend waren. Nach insgesamt 24 Stunden Reisen, Training, Stellproben und vier Vorführungen kamen die beiden Reisecars und der Materiallastwagen wieder im Appenzellerland an.
Anspruchsvolle Übung
Unter der Leitung von René Thomann, Manuela Gübeli, Stefan Frei und Mathias Sprecher haben sich die Appenzeller in den letzten 18 Monaten in intensiven Trainings auf das Grossereignis vorbereitet. Die Kombination von Ringturnen, Gymnastik und tänzerischen Elementen, gepackt in eine innovative, choreographisch anspruchsvolle Übung, kam beim Publikum gut an. Mehrfacher Szenenapplaus belohnte die umfangreichen und intensiven Vorbereitungsarbeiten dieser Gruppe.
30 Tage für den letzten Schliff
Die Turnenden werden die noch verbleibenden vier Wochen bis zum grossen Moment in Dornbirn nutzen, um dem Rohdiamanten Appenzellerblock noch den letzten Schliff zu geben. Vor allem durch das Feilen an der Synchronität und der Ausführung wird eine bereits tolle Show bis zur Perfektion getrimmt. Einer erfolgreichen und erlebnisreichen Gymnaestrada steht somit nichts mehr im Wege, und getreu dem Sinne der "Strasse der Gymnastik" ist das Mitmachen, das Dabeisein und die Freude an der Bewegung der alleinige Lohn für viele Trainingsstunden.
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Turnerische Höchstleistungen
Gymnastik Soirée in Gais: Feuerwerk an Farben, Bewegungen und Emotionen Turnen.
Eine grandiose Show mit attraktiven Nummern boten am Samstagabend diverse Vereine des Appenzellischen Turnverbandes und Gäste im OSZ Gais. Zum ersten Auftritt kam das "Gymnaestrada Team Appenzellerblock".
WERNER GRÜNINGER
Fesselnde Action, spektakuläre Darbietungen und eine begeisternde Atmosphäre: So lässt sich die Gymnastik-Soirée im Oberstufenzentrum Gais OSZ kurz zusammenfassen. Turnerische Höhepunkte mit guten Leistungen waren geprägt mit Eleganz, Bewegung und typischer Turnfeststimmung. Höhepunkt des Abends waren die Darbietungen für die Gymnaestrada in Dornbirn der Getu Appenzeller Hinterland (Schatzsuche) und das Team Appenzellerblock unter dem Motto «Four elements – one spirit».
Auf Schatzsuche
Der Auftakt bildete vor vollen Rängen im OSZ die Schweizerabend-Vorführung "Schatzsuche" der Getu Appenzeller Hinterland. Für die Geräteturner aus Gais, Appenzell, Teufen, Herisau und Waldstatt geht ein langer Traum in Erfüllung, einmal an der Gymnaestrada teilzunehmen. Auf der Suche nach dem Schatz auf einer einsamen Insel finden die Matrosen eine geheimnisvolle Schatztruhe, wobei die Gruppe im Alter zwischen 8 und 45 Jahren mit einem Mix aus Akrobatik und Bodenturnen glänzte. Am Boden boten Getu Herisau und Getu Waldstatt sowie TV Gais und Sargans ein vielseitiges Programm mit Sprüngen in verschiedensten Variationen und Bodenelementen. Der TV Oberegg präsentierte Aerobic und Line Dance, während FTV Waldstatt und DTV Bühler mit einem Tanz aufwarteten. Der TV Benken mit Barren und der DTV Bühler mit Stufenbarren gaben Einblick in das Geräteturnen. Für Abwechslung in den Vereinsdarbietungen war der TV Sargans mit einer Gymnastik mit Stöpsel und der TV Wald als Ringspezialist besorgt.
Four elements - one spirit
Auf eindrucksvolle Art präsentierte die Gymnaestradagruppe des ATV die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft – jedes in seiner Eigenart sowie deren Verbindung und das Zusammenspiel innerhalb des Kreislaufes. Das Team "Gymnaestrada Appenzellerblock" umfasst 87 Teilnehmende, vorwiegend aus dem Appenzellischen Turnverband. Unterstützt werden die Gruppen mit Turnerinnen vom St. Galler- und Bündner Turnverband. Die Gruppen präsentierten jeweils ein Element.
An der Gymnastik-Soirée beteiligten sich: TV Gais, DTV Bühler, Getu Herisau, TV Sargans, TV Benken, TV Oberegg, Getu Waldstatt und TV Sargans sowie das Gymnaestrada-Team Appenzellerland (87 Turnerinnen und Turner), Getu Appenzeller Hinterland (65 Teilnehmende) aus Appenzell/Gais, Herisau, Teufen, Waldstatt und MR Heimenhofen.
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60 Tage bis zum grossen Tag
Appenzeller Turnerinnen und Turner gut vertreten am Weltturnfest in Dornbirn
Turnen. 22 000Turner und Turnerinnen aus 57 Nationen werden vom 8. bis 14. Juli 2007 in Dornbirn am Weltturnfest - der 13. Weltgymnaestrada - teilnehmen. Mit dabei an diesem Grossereignis sind auch zwei Gruppen mit 150 Turnenden aus dem Appenzeller Turnverband.
DANIEL MEULI
Seit 1987 nimmt eine Gymnastikgruppe des Appenzeller Turnverbandes im 4-Jahres-Rhythmus an der "Olympiade der Turner" teil. Die Vision oder vielmehr der Wunsch eines Turn-Blockes, gebildet nur aus Appenzeller Turngruppen, war schon lange in den Köpfen der Verantwortlichen des Appenzeller Turnverbandes.
Der Appenzellerblock
Der nun Wirklichkeit gewordene Appenzellerblock besteht aus 87 Turnerinnen und Turnern aus dem ganzen Appenzellerland und dem angrenzenden St. Gallen. Die Gymnaestradagruppe des ATV, die Tanzgruppe "Move" und die Schaukelring-Gruppe Ostschweiz mit vielen Turnern des TV Wald bilden das Team Appenzellerblock. Am Anfang war es eine grosse Herausforderung für alle, die doch verschiedenen Interessen, die unterschiedlichen Leistungsniveaus und die vielen Bedürfnisse unter einen Hut zu packen. Heute kann gesagt werden, dass die Darbietung ein Spiegelbild der turnerischen Vielfalt im ATV ist. Die ganze Turnperformance steht unter dem Thema "four elements – one spirit". Sie soll die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft sowie deren Verbindung und das Zusammenspiel innerhalb des Kreislaufes veranschaulichen. Jede der drei Gruppen präsentiert jeweils eines dieser Elemente. Die Schaukelringturner übernehmen das Element Luft, die Tanzenden der Gruppe Move stellen das Element Wasser dar und die Turnenden der Gymnastikgruppe des ATV teilen sich die Elemente Feuer und Erde auf.
Als besonderer Leckerbissen ist das speziell für diese Performance erstellte Doppelschaukelring-Gerüst mit insgesamt zwölf Ringen erwähnenswert. Ein ausgeklügeltes System erlaubt es, das gesamte Gerüst innert Minuten auf dem Platz durch die Turnenden zu montieren und zu demontieren.
Erfahrenes Leiterteam
Ein erfahrenes Leiterteam zeichnet sich verantwortlich für die gesamte Choreographie, das Zusammenspiel der einzelnen Elemente und das Aufeinander- abstimmen der einzelnen Vorführungen. Es sind dies für die Gymnastikgruppe ATV René Thomann und Manuela Gübeli, für die Gruppe "Move" Stefan Frei und vom TV Wald Mathias Sprecher für die Schaukelring-Gruppe Ostschweiz. Im administrativen Bereich hält Doris Weber, wie seit vielen Jahren schon, die Fäden in der Hand. Dieses Team garantiert ein erfolgreiches Weltturnfest und ermöglicht vielen bestandenen und neuen Gymnaestrada-Turnerinnen und -Turnern ein unvergessliches Erlebnis.
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